Auf geht es, wir nehmen den zweiten Anlauf. Diesmal geht der Zug 6.30 Uhr, damit wir ausreichend Zeit zum Umsteigen haben - denken wir. Bis Hannover geht alles gut, dann fällt der Anschlusszug nach Hamburg aus. Wir erwischen einen verspäteten Zug, der uns pünktlich nach Hamburg bringt, setzen uns in den Zug nach Kopenhagen, doch der will nicht fahren, bevor nicht 40 Leute wegen Überfüllung den Zug wieder verlassen. Es dauert eine Stunde, bis sich die vierzig gefunden haben, damit verpassen wir aber den Anschlusszug nach Göteborg. Schnell springen wir in einen Zug nach Malmö: Wir sind schon mal in Schweden. Dort gibt es noch einen Zug nach Kungsbacka. Das letzte Stück nach Göteborg fährt uns ein Bus und dann noch eine halbe Stunde Straßenbahn zum Hafen. Es ist 1.30 Uhr als wir unsere Charai wiedersehen.

Auf zu den Kosterinseln. Nach einem überraschend guten Segelschlag ankern wir und genießen die westschwedischen Schären. Die gesamte Umgebung m Strahltriebwerk einzigartige Ruhe aus. Die nächste Nacht verbringen wir in einer Bucht mit dem Bug am Felsen festgemacht. Allerdings hat der Wind so nachgelassen, dass wir diesen Tag Motoren müssen. Um für die Koster versorgt zu sein, steuern wir einen Hafen in einem Fjord an: Grabbenstad. Hier ist der Teufel los. Die Schweden feiern den Sommer. Am Kai gibt es Livemusik, alles gute Stücke. Morgen geht es wieder in die Einsamkeit, naja zumindest mehr Ruhe und viel Natur.