szmmctag

  • Ab nach Berlin

    Es regnet noch am Morgen als der Hafen sich zunehmend leert. Auch unsere Freunde der Seefliege haben schon vor 6.00 Uhr abgelegt. Wir wollen den Regen abwarten. Nach einer Motorkontrolle stelle ich fest, dass schon wieder die Pumpenhalterung gebrochen ist. Also fix zum Volvohändler: ja, das kann man bestellen. Je nach dem, wer das Teil vorrätig hat bis Ende der Woche oder, falls das Zentrallager in Belgien in Frage kommt, Anfang der nächsten Woche. SCHEIßE!
    Zum Glück ist das Teil schon am darauffolgenden Tag da, so dass wir nachmittags bei schönem Wetter nach Bergkvara starten können. Dort werden wir von Hannelore und Joachim, die wir bereits vor zwei Jahren besucht hatten, mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen empfangen. Ein freudiges Wiedersehen. Vor dem Frühstück legen wir tagsdrauf ab und können, welch Wunder, den restlichen Kalmarsund entlang nach Süden segeln und fahren anschließend durch die Schären nach Karlskrona. Wir sind wieder ein Stück der Heimat näher.
    Ein Blick in die Wettervorhersage läßt uns jedoch erschauern. Nicht nur, dass in zwei Tage ein Sturmtief kommt, darauf hatten wir uns ja eingestellt und wollten deshalb auch in Karlskrona abwettern. Darüberhinaus kommen weitere Tage mit Starkwind und Regen. So keimt der Gedanke auf, diese Tage lieber in Berlin zu verbringen als im Regen auf einem kleinem Schiff mit einer überschaubaren Stadt. Da sich meine bewährten Mitsegler Axel und Werner bereit erklären, mit mir die Charai eine Woche später nach Wismar zurückzufahren, werden schnell die Fahrkarten gekauft und das Schiff für den zu erwartenden Sturm klariert. So endet unsere Baltikumreise schneller als erwartet. Aber gemäß dem Motto, dass Urlaub und Stress sich gegenseitig ausschalten, ist dies die richtige Entscheidung.
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    Abschied von Karlskrona

  • Wir wettern in Kalmar ab!

    Es ist kaum zu glauben: Der Wind kommt immer aus der falschen Richtung. Diesmal aus südlicher Richtung, also der, in die wir fahren wollen. Das ganze wird begleitet durch Gewitter und heftige Winde, so dass wir uns nach einer mühseligen Fahrt von Oskärshamn nach Kalmar entschließen, erst einmal hier zu bleiben. Wie lange das so bleiben wird, wissen wir noch nicht. So lange mit dieser Intensität der Wind aus südlicher Richtung kommt, macht die Weiterfahrt keinen Sinn. So ist nun einmal Segeln! Zwischenzeitlich hat sich die Seefliege auch hier eingefunden, die wir in Estland das letzte Mal getroffen hatten. Kalmar ist eine schöne alte Stadt, die uns mit einem prächtigen Stadtfest empfängt, das leider durch heftige Regengüsse unterbrochen wird. Zum Glück ist es warm, so dass die Nässe uns nicht viel anhaben kann. Im übrigen plagen uns während dieser Reise erstaunlicherweise kaum die sonst so gefürchteten Mücken. Nun kommen wir immer südlicher und es wird auch wieder kälter (!), so dass Mücken immer seltener sein dürften.
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    Nach einer langen Fahrt durch den Kalmarsund hat man eine kleine Pause beim Konditor verdient

  • Wir sind wieder alleine unterwegs!

    Heute hat Werner die Heimreise nach Berlin angetreten, drei Tage vorher sind Marion und Hans-Gerd von Bord gegangen. Es waren wunderschöne Tage durch die Stockholmer Schären. In der Hälfte dieser Zeit konnten wir sogar gut segeln, auch wenn wir uns überwiegend bei dem schönen Wetter mit wenig Wind zufrieden geben mussten. Traumhafte Buchten, in denen wir vor Heckanker, zum Teil an Felsen festmachen und morgens von Bord schwimmen gehen konnten, sowie eine unüberschaubare Inselwelt soweit das Auge auch reicht. Dazwischen kleine Hafenstädtchen, in denen Verpflegung, einschließlich das teure Bier mit wenig Alkohol, gebunkert wurde. Egal ob mit oder ohne Alkohol - wir hatten großen Spaß zusammen, zumal wenn uns die Seehunde während des Dahingleitens zusahen.
    In Oskärshamn, wo wir nun liegen, ist die Schärenwelt zu Ende. Morgen geht es nach Kalmar - immerhin ambitionierte 42 sm. Dort treffen wir vielleicht die Seefliege wieder, die sich bisher in den Schären aufgehalten hatte.
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    Abendstimmung
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    Kleine Hafenanlage
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    Die "Königstonne"

  • Wir sind in Schweden angekommen

    Hanko, Hitislandet, Trunsü, Kokör, Rödhamn heißen die Inseln und Stationen, die wir anlaufen. Zum Teil sehr idyllisch, zum Teil doch überlaufen. Wir verlassen die Alandinseln, von Rödhamn nach Gräddö, nicht ohne vorher richtig auf zu setzen. Allen steht der Schrecken im Gesicht geschrieben, doch es gelingt uns, aus eigener Kraft wieder frei zu kommen und weiterfahren zu können. Anscheinend ist diese Havarie ohne weitere Schäden geblieben: Das Ruder funktioniert einwandfrei und Risse im Boot sind auch nicht erkennbar. Also weiter geht es mit einem superschönen Segelschlag nach Schweden. Danach ist wieder motoren angesagt - nach Vaxholm. Dieser Hafen kommt uns bekannt vor und in der Tat sind wir hier vor mehr als zehn Jahren schon einmal mit einem Charterboot gewesen. Das Städtchen ist schön, der Hafen allerdings unruhig. Und deshalb fahren wir weiter nach Stockholm. Auf dem relativ kurzen Weg dorthin erwischt uns aber ein Gewitter mit Regen und Schauerböen. Direkt bei der ersten Böe erfasst der Wind das vorn aufliegende Beiboot und läßt es im hohen Bogen über die Charai fliegen: Ein typisches Beiboot über Bord Manöver beginnt. Nachdem wieder alles an Bord ist und wir im starken Regen die Charai festgezurrt haben, ist das Gewitter vorbei! Nach soviel Aufregung ist erst einmal wieder Ruhe angesagt, die man durchaus in Stockholm genießen kann. Und siehe da: Heidi, Rupert und Sohn Dominik liegen auch noch dort ( so trifft man sich doch noch wieder ) Ein netter gemeinsamer Abend, Altstadtbummel, Einkaufen und Museumsbesuch stehen auf dem Programm der nächsten zwei Tage. Und so warten ihr auf Werner, der sich für den 1. August angekündigt hat und mit uns weiter die schwedischen Schären nach Süden Segeln will.
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    Rupert verlässt den Hafen: Huch was kommt denn da um die Ecke?
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    Der morgendliche Blick aus der Luke
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    König Gustav Vasa wacht über uns

  • Impression durch die Alands

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  • It. is sommertime

    Nun haben wir richtigen Sommer in Finnland.
    Seit wir in Suomenlinna angekommen sind, zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite. Erst noch etwas zögerlich auf unseren Landtrip nach Lovisa. Marjatta und Eskimo begrüßten uns dort und fuhren mit uns die Orte dieser Region ab, die wir noch nicht kannten: Eine der ältesten Schmieden Ostfinnlands, einen von den Russen neugebauten Funpark mit künstlicher Surfanlage, eine Brauerei und die Stadt Porvoo. Natürlich durfte auch der Besuch des Sommerhauses, in dem wir mit unserer Familie viele Ferien verbracht haben, nicht fehlen. Unsere beiden Finnen bringen uns noch zurück nach Helsinki und verabschieden sich mit dem Versprechen, uns bald in Berlin zu besuchen. Am nächsten Tag bekommen wir noch freundlichen Besuch von Janne, der vor mehr als zehn Jahren für einige Monate bei uns in Odenthal wohnte, um Deutsch zu lernen. Das Deutschsprechen hat wohl etwas verlernt, dafür kann er einige andere Sprachen mehr und ist ein richtig netter junger Mann geworden. Abends kommen Marion und Hans-Gerd mit dem Flieger und der Fähre nach Suomenlinna an Bord und mit Ihnen auch die heißen Tage auf See.
    Zunächst geht es in Richtung Westen. Der Wind läßt wieder nur eine halbe Stunde Segeln zu, er kommt - wie so oft -aus der falschen Richtung. Aber er bläst auch so gering, dass er keine Auftriebskraft entwickelt. Festgemacht wird in einer kleinen, stillen Bucht. Freundliche Finnen weisen uns die Stelle, an der wir gerade noch mit unseren Tiefgang an den Felsen festmachen können. Wir können grillen und den Abend genießen. Am nächsten Tag geht es nach Hanko, einer lebendigen Stadt, an deren Hafen gleich an Markt aufgebaut ist, in dem wir die Verpflegung für die nächsten Tage bunkern können. Wir erreichen den einzigen Festmacherplatz allerdings mit einem Aufsetzer auf einen Stein, der auch beim Ablegen wieder der Charai einen kleinen Bums verpasst. Nun geht es von der einzigartigen Schärenwelt Finnlands zu den Alandinseln. Dabei machen wir in traumhaften Buchten fest, können abends von Bord schwimmen gehen, Sauna machen, geräucherte Fische erwerben und bei sonnig-heißem Wetter die Seele baumeln lassen. Dieses schöne Wetter hat leider zwei Nachteile: 1. Es gibt keinen Wind und so gleiten wir unter Motor durch die spiegelglatte Ostsee und begrenzen die Fahrt auf 4 bis 5 Stunden pro Tag, mit de wir jeweils nur ca 25 sm weit kommen.2. durch die Hitze hat die Blaualgenpest solche Formen angenommen, dass wir oft durch eine hellbraune Brühe zu fahren scheinen und nur seltener überall schwimmen können. Allerdings überwiegen eindeutig die sonnigen Seiten dieses Wetters!

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    Wir sind in Finnland gelandet
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    Unter dem Schutz der Sveaburg

  • Suomenlinna ist unser neue Zwischenstation

    Wir sind um 4 Uhr morgens wach und wollten erst um 5 Uhr aufstehen. Sollen wir fahren? Woher kommt der Wind? Wie hoch ist die Welle? Helsinki oder Porkala? Egal, wir starten: Noch schnell volltanken. Siehe da: Die Zapfsäule liegt auf 1,50 Meter Tiefe und wir haben 1,70! Ein blödes Manöver am frühen Morgen, bei dem ich mir noch den Anker krumm fahre. Drei Pullover und drei Hosen an, dicke Mütze, denn es ist saukalt. Seit dem Gewitter weht ein kalter Ostwind ( nicht politisch gemeint ). Der Wind scheint günstig, um uns nach Helsinki zu bringen, doch nach einer Stunde wird klar, dass wir den Kurs nicht halten können und weiter nach Norden schwenken müssen, die Welle mit etwas über einem Meter von schräg vorn. Die Charai surft auf der Welle, bis wir die Schären von Porkala erreichen. Der Wind dreht noch mal richtig auf wie immer, wenn wir uns auf das Anlagemanöver vorbereiten. Aber der Naturhafen ist gut geschützt. Immerhin sind wir nach Finnland gesegelt und mussten nicht motoren. Der Hafen ist so natürlich, dass es dort keinen Fernseher gibt, mit dem wir uns das Endspiel anschauen können, nachdem wir wegen der frühen Abfahrt aus Estland schon das Hollandspiel nicht sehen konnten. Mit einem langen Stromkabel begeben wir uns mit Laptop bewaffnet in die WLAN Zone. Mit einem Segler aus Berlin und einem Finnen schauen wir uns in der freien Natur bei Mondlicht und ebenfalls interessierten Mücken das Endspiel an. Dem Ergebnis folgend hat sich das ja auch gelohnt.
    Erwartungsgemäß hat der Wind am nächsten Morgen gedreht, windet aber dafür nicht mehr so richtig. So fahren wir zwischen den herrlichen Schären bei beginnenden Sonnenlicht, das auch noch immer wärmer wird!, nach Helsinki und legen uns dort in die Suomenlinna Marina direkt vor die berühmte Sveaburg. Rupert liegt seit einer Woche auch noch da und wir freuen uns auf ein gemeinsames Anlegerbier. Hier wird Charai erst einmal eine Woche bleiben, denn wir haben uns entschlossen, mit dem Bus nach Lovisa zu unseren Finnischen Freunden zu fahren. Bei diesem schwachen Wind der nächsten Tage hätten wir zwei Tage hin und gegebenenfalls zwei wieder zurück motoren müssen. Diese Zeit verbringen wir sinnvoller mit Freunden!

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    Zum Abschied wird aufgetanzt im Hafen. Morgen soll es weitergehen
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    Abendwanderung

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    Hafenidyll auf Der Insel Muhu
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    Besuch in Tallinn - ein bißchen viel Turis
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    Parkplatzeinfahrt zur Sinfonie

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